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Landhockey – in Deutschland unter der Bezeichnung „Feldhockey“ oder einfach nur „Hockey“ bekannt – ist eine schnelle und anspruchsvolle olympische Mannschaftssportart. Landhockey oder vergleichbare Sportarten wurden schon seit frühester Zeit praktiziert. So finden sich beispielsweise auf über 4000 Jahre alten Reliefs aus Ägypten Darstellungen von Hockey spielenden Personen. Die moderne Sportart entstand schliesslich im England des 19. Jahrhunderts. Die inzwischen uralte Hockeytradition wurde mit Elementen des Crickets sowie lose mit dem Regelwerk des Fussballs verbunden. Die neue Sportart erfreute sich wachsender Beliebtheit, und 1886 wurde von sieben Londoner Vereinen die „Hockey Association“ ins Leben gerufen. Dank englischen Soldaten verbreitete sich der Sport im gesamten britischen Empire. 1895 fand schliesslich das erste Länderspiel statt, das Irland mit 3:0 gegen Wales für sich entscheiden konnte, und bereits 1908 hielt der Krummstock Einzug an den Olympischen Spielen.
Grösster Beliebtheit erfreut sich Landhockey heute in Deutschland und den Niederlanden. In der Schweiz fristet der Sport angesichts der grossen Konkurrenz durch Fussball, Eishockey, Unihockey und Handball ein Nischendasein, hat in den letzten Jahren aber einen grossen Entwicklungsschritt zurückgelegt. Nicht umsonst konnte RW Wettingen 2002 den Europacup für sich entscheiden. Zu den führenden Nationen zählen heute Deutschland, die Niederlande, Spanien und Australien bei den Herren sowie bei den Damen Australien, die Niederlande, Argentinien und Deutschland.

In der Schweiz wird Landhockey das ganze Jahr über betrieben. Im Spätsommer und Herbst sowie im Frühjahr findet die Feldsaison in einer Vor- und einer Rückrunde statt. Gespielt wird auf Kunstrasenfeldern – einige wenige Vereine treten noch auf Naturrasen an – von der Grösse eines Fussballplatzes. Jede Mannschaft besteht aus einem Torhüter und zehn Feldspielern. Gespielt wird während zweimal 35 Minuten. Augenfälligster Unterschied zum Fussball – abgesehen von den Stöcken, dem Ball und der Ausrüstung der Torhüter – sind die Tore mit Handballabmessungen sowie die Tatsache, dass Tore nur innerhalb des sogenannten Schusskreises erzielt werden können.
Während der Wintermonate wird Hallenhockey gespielt. Ein an die Indoor-Verhältnisse angepasstes Regelwerk sowie leichtere Stöcke und Bälle machen diese Variante des Landhockeys zu einer sehr schnellen, abwechslungsreichen Sportart. Gespielt wird mit einem Torhüter und fünf Feldspielern, ein Spiel dauert je nach Liga zwischen zweimal 12 und zwei mal 30 Minuten.

 

Letzte Änderung: 03.11.2009   I  Red Sox Hockey Club Zürich 2009  I  Optimiert für Firefox 3+  I  Webmaster